„Das Leben spielt in Zwischentönen und Nuancen“ Philipp Hager, Schriftsteller _Lunz am See/NÖ 21.1.2023

Lieber Philipp, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Nach dem Aufstehen sind erstmal die Kinder an der Reihe. Nachdem ich sie in Kindergarten und Schule gebracht habe, wandere ich mit einem Kaffee zu meinem Steh-Schreibtisch mit Sicht auf die Berge und schreibe dort 2-3 Stunden an meinem Roman. Anschließend drehe ich noch eine Runde mit unseren Hunden, ehe die Kinder wieder heimkommen. Der Nachmittag gehört den Kleinen. Am Abend eine bis zwei Stunden Lesen und falls Restenergie vorhanden ist, noch am Roman arbeiten.

Philipp Hager, Schriftsteller 

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Sich vor Augen halten, dass die Dinge sich in den seltensten Fällen schwarz-weiß verhalten. Das Leben spielt viel mehr in Zwischentönen und Nuancen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Es gibt ja das Paradox, dass Krisenzeiten immer Aufstiegszeiten für die Kunst sind. Weil viele Menschen verunsichert sind – und die Kunst es versteht, Orientierung, Vergewisserung, Perspektiven zu bieten.

Was liest Du derzeit?

Ich lese immer mehrere Bücher gleichzeitig. Heute Abend nehme ich Paula McLain’s „Madame Hemingway“ zur Hand.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest du uns mitgeben?

„Immer gehen, wohin kein Wegweiser zeigt.“ Das stammt aus Schwarzer Frühling von Henry Miller und ist eines meiner Lieblingszitate.

Vielen Dank für das Interview lieber Philipp, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Philipp Hager, Schriftsteller 

https://www.philipp-hager.com/

Foto_privat

17.9.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com

2 Gedanken zu „„Das Leben spielt in Zwischentönen und Nuancen“ Philipp Hager, Schriftsteller _Lunz am See/NÖ 21.1.2023

  1. danke Phillip Hager – das Zitat von Henry Miller beschäftigt mich. Wenn wir da hin gehen wo kein Wegweiser hinzeigt, – gehen wir da dann nicht raus aus dem Kreis der Gesellschaft?
    Wäre interessant zu diskutieren.

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