„Jedes Gefecht treibt den Sensenmann vor sich her“ Hubert Maria Moran, Schriftsteller_Give Peace A Chance_Glanegg/AT 12.3.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Wer läutet die Glocken des Friedens ein?

Mit den dunklen Wolken zieht der Krieg dahin, das Blut sickert in die Erde ein, Todesschreie hallen zu den Grenzen hin, ein Land brennt im Raketenschein, unschuldige Menschen sterben dahin, die einen nah, die anderen fern, alle mit Qual und Pein!

Die Menschen verlieren ihre Heimat, sie wird vom Krieges Sturm verweht und man weiß, wie elend es dem Volke geht. Um Haus und Hof ist es gekommen, Hab und Gut wurde von Moloch Krieg genommen. Man erinnere sich an damals, Syrien wurde zerbombt und dem Erdboden gleichgemacht, – der Teufel des Krieges hat das vollbracht!

Tausende Minen werden im Schlachtfeld verscharrt, die Ackerscholle liegt durch die Panzer brach, die bittere Not sich offenbart. Wer will für die Gottesgeißel sterben? Beim Bruderkrieg kann es keinen Triumphator geben, denn auf beiden Seiten wollen die Menschen in Frieden und Freundschaft leben!

In der Ukraine wird es keine Ernte geben, – in der 3. Welt wird die Hungersnot mit dem Schnitter ungeahnte Höhen erleben. Jedes Gefecht treibt den Sensenmann vor sich her, erst wenn die Waffen schweigen, gibt es fürs Leben eine Wiederkehr. Das geflossene Blut wird der Flucht zur Farbe, der Tod liegt hinter jeder Feuergarbe. Bis zur Grenze, Angst und Leid, die zertrümmerte Heimat wird zur Vergangenheit!

Kinderaugen, weinende Frauen sehen auf das harte Pflaster in ihrem Leid, dort taumelt die Friedenstaube, sie steckt bereits ihr Köpflein ins lädierte Federkleid. Vielleicht flattert sie nicht mehr lange, – nicht mehr in ihrer Zeit? Stählerne Todesvögel streichen über Ebenen, Flüsse und Dörfer in der Heimat. Der Brandherd des Krieges schwächt ihre Flügel. Bei den Streifzügen sah sie den Endpunkt der friedlichen Welt auf sich zukommen. Die zerbombten Städte des Friedens nahm sie wahr, sie sah die Trümmer, die Ziegelsteine und den Schutt und vernahm keinen Atem aus der Asche!

Wenn der Vogel des Friedens die Kraft verliert, dann haben die Menschen die fundamentale Lebensbasis verloren. Am Himmel flattern nur mehr die Lügen im Namen der ausverkauften Wahrheit. Im ertrunkenen Klang fallen Schüsse, – die letzten Salven erreichen das abgelegenste Dorf!

Die Berge steigen in die Tiefe herab, auch sie müssen den Himmel des Ursprung aufgeben. Am Horizont schießt der erste nukleare Pilz aus dem Boden. – Die Gedanken werden zur Lava, nichts ist mehr Leben, nichts ist mehr Wasser, nichts ist mehr Luft. Am roten Platz kehrt die immerwährende Trauer ein. Der Frieden fließt in die Hölle hinunter und die geronnene Finsternis verklebt mit dem Blut allen Geschöpfen die Augen!

Der Teufel lacht, – Homo sapiens hat es vollbracht, Mutter Erde zittert, verliert ihre Farbe und macht Platz für die Apokalypse. Die demutsvolle Friedenstaube stirbt, die Welt mit ihr. – Doch plötzlich spreizt sie ihre kleinen Flügel, rappelt sich auf und fliegt mit dem Echo der Hoffnung zum ukrainischen Volk und läutet die Glocken des Friedens ein!

Hubert Maria Moran, 12.3.2022

Hubert Maria Moran_Schriftsteller

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Hubert Maria Moran_Schriftsteller _ Glanegg/AT

Hubert Maria Moran

Fotos_privat.

Walter Pobaschnig _ 12.3.2022.

https://literaturoutdoors.com

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