„Den Mitstreiter*innen aller Kunst-und Kulturbranchen Unterstützung und Sicherheit geben“ Gabriele Russwurm-Biro, Schriftstellerin _ Klagenfurt 1.1.2021

Liebe Gabriele, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich bin im Homeoffice und kann sehr gut arbeiten und die Arbeit über den Tag und die Abendstunden verteilen. Vermehrt kommen Probleme auf, die ich vor Corona nicht hatte. Wir lösen das im Team. Langfristige Vorhaben und Planungen liegen auf Eis. Wir sind ein Dreierteam, hängen von einander ab und wissen alle nicht, wie es weiter gehen wird. Aber, dass es weiter gehen wird – da sind wir uns sicher.

Gabriele Russwurm-Biro, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Die Hoffnung nicht verlieren, an eine solidarisch gestärkte Gesellschaft glauben, sich die wesentlichen Dinge bewusst machen und an den kleinen Dinge erfreuen.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Wesentlich wird es für uns alle sein, die Orientierung nicht zu verlieren und im Rahmen des Möglichen den Mitstreiter*innen aller Kunst-und Kulturbranchen Unterstützung und Sicherheit zu geben. In jeglicher Form auch immer. Das versuche ich in meinen ehrenamtlichen Engagement als Vorsitzende des Fachbeirates für Literatur des Kulturgremiums des Landes Kärnten (mit Stipendienvergabe) und als Vorsitzende des Kärntner SchriftstellerInnenverbandes (mit Lesungen, Publikationen und Wettbewerben. Auf die gesellschaftlichen Umbrüche warten wir schon lange, sicher wird nichts beim Alten bleiben. Das ist auch gut so.

Was liest Du derzeit?

  1. Derzeit lese ich von der amerikanischen Schriftstellerin Madeline Miller den Roman DAS LIED DES ACHILLS ( zuvor ICH BIN CIRCE) – beeindruckend einfallsreich und leidenschaftlich
  2. Ales Steger, LOGBUCH DER GEGENWART / AUFBRECHEN (Haymon Verlag)-sehr lyrisch-ästhetisch
  3. Roman: HIPPOCAMPUS von Gertraud Klemm (verlag Kremayr & Scheriau)- habe mich sehr amüsiert, obwohl es ein sehr ernstes Thema behandelt für uns alle, die wir Künstlerinnen sind…
  4. Felix Mitterer: KEINER VON UNS – stark und überwältigend drastisch, obwohl es eine historische Geschichte ist über den Mohren Angelo Soliman.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

“Hell Is Empty, and All the Devils Are Here”  (William Shakespeare/ The Tempest/ Der Sturm)

Vielen Dank für das Interview liebe Gabriele, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte wie persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Gabriele Russwurm_Biro, Schriftstellerin

Über mich – Literatur.Report Kärnten

Foto_Martin Rauchenwald.

19.12.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com

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