„Akzeptieren, dass und wie die Welt sich verändert. Den Fokus auf die guten Dinge, auf Innovation legen“ Pauline Füg, Schriftstellerin_Fürth_6.10.2020

Liebe Pauline, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Im Sommer wurde es ruhiger, das lag zum einen daran, dass ich Projekte mit Risikogruppen geplant hatte, die ausgefallen sind, zum anderen, dass ich im Sommer meistens nur kreativ arbeite. Ich könnte mich etwas regenerieren von der beruflichen Umstellungsanstrengung der letzten Monate. Schrieb, las, ging in die Natur und recherchierte

Bis Mitte Juli allerdings hatte ich seit dem Lockdown Wochen, mit 50-60 Arbeitsstunden. Ich habe viele Mails abarbeiten müssen, Veranstaltungen absagen, umplanen müssen. Videokonferenzen, Telefonate. Ich habe dann schnell erkannt, dass ich meine Schreibwerkstätten und Poetry Slam Workshops, sowie einige literarische Veranstaltungen online anbieten kann und mich in diverse Videokonferenztools und deren Möglichkeiten eingearbeitet.

Gleichzeitig habe ich selektiert, auf welchen Kanälen ich Nachrichten konsumiere. Und auch auf meine Psychohygiene geachtet, meditiert und Yoga gemacht.

Jetzt im Herbst geht es dann wieder los bei mir mit neuen Projekten. Ich plane gerade vieles zweigleisig, je nachdem, was möglich sein wird: online oder offline. Mal sehen, wie es weitergeht.

Pauline Füg _ Lockvogel Fotografie

 

 Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Akzeptieren, dass und wie die Welt sich verändert. Den Fokus auf die guten Dinge, auf Innovation legen. Mich mit guten Menschen umgeben. Eine gute Balance von Arbeit und Freizeit im neuen Normal zu finden.

 

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Kultur spiegelt wieder, was in der Welt passiert. Dokumentiert wird das üblicherweise  durch Literatur und diversen anderen künstlerische Ausdrucksformen. Wie genau, was genau passieren wird, was sich durchsetzen wird, das ist noch im Prozess, denke ich. Ich finde es spannend und bin gespannt, wie wir in 2-5 Jahren auf die aktuelle Zeit zurückblicken werden. Ich halte Kunst in all ihren Formen als ein wichtiges Instrument zur Er- und Aufarbeitung der Ereignisse.

 

Was liest Du derzeit?

„Draußen gehen“ von Christian Sauer. Ein sehr schönes künstlerisch gestaltetes Buch über Gelassenheit, Kreativität und das Laufen, das Gehen, das Wandern. Außerdem immer wieder Lyrik, wenn sie mir online oder auf Papier begegnet.

 

 

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

This too shall pass.

(nach einer alten Geschichte: https://www.ralphkurz.de/auch-das-wird-vergehen/ )

Vielen Dank für das Interview liebe Pauline, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen

Pauline Füg_Bühnenpoetin, Autorin, Diplom-Psychologin, Creative Coach und Moderatorin.

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Foto_Lockvogel Fotografie

9.8.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com

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