„Wien ist eine große Inspiration“ Julia Santini, Sängerin, Station bei Falco, 17.1.2020

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Ich komme aus einer Familie in der Kunst über Generationen sehr wichtig war und ist. Dies wurde auch bei mir stets gefördert. In meiner Kindheit gab es einen Auftritt mit einem Gesangsprojekt (Wiener Kinder Chor) im Wiener Konzerthaus, von da an wusste ich, ich will singen. Später hatte ich etwa Musical- und Jazzunterricht.

 

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Ich habe meine erste Gitarre mit sechzehn Jahren gekauft. Es folgten Jahre unterschiedlicher künstlerischer Schwerpunkte und Ausbildungswege. Etwa sieben Jahre Gesangsunterricht. Ich habe dann Theater- Film- und Medienwissenschaft studiert. Seit 2016 komponiere und singe ich wieder intensiv. Mit der Gitarre und auch dem Klavier. Ich schreibe alle Lieder selbst.

 

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In meinen Texten geht es um Erfahrungen und Erlebnisse mit Personen, die mir nahestehen bzw.- standen. Privat oder beruflich. Oder es geht einfach um Hormone (lacht).

 

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Beim Songschreiben ist zuerst ein Gefühl da, ein Gedanke, eine Geschichte. Die schreibe ich auf, dann folgen die Akkorde. Es ist ein wechselseitiger Prozess, welcher Musik gleichsam aus dem Leben nimmt und diesem zurückgibt.

 Der erste Gedanke ist meist der Impuls für das Hauptthema, ich setze das dann auch im Refrain.

 

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Texte und Melodien begegnen ständig am Weg durch das Leben und die Stadt. Es fällt mir immer etwas auf und ein. Ich warte nie auf die Muse.

Früher habe ich in mein Tagebuch geschrieben und jetzt schreibe ich Songs.

 

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Die Stadt ist eine große Inspiration. Ich schreibe nur deutsche Texte. Die liegen quasi auf der Straße, wenn wir aufmerksam sind. Ich bin Wienerin und ich liebe Wien. Auch wenn die WienerInnen manchmal nerven aber so bin ich ja auch manchmal.

 

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Ich arbeite gerne selbständig. Meine Kompositionen, meine Texte. Dadurch kann ich auch frei meine musikalischen Wege gehen und bestimmen.

 

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Es gibt natürlich viele Inspirationen, vom Blues bis zu Ludwig Hirsch und eben Falco hier – aber mir ist wichtig meine eigene Persönlichkeit auszudrücken. Vorbilder habe ich daher nicht. Ich denke, das Authentische ist sehr wichtig. In der Musik wie überall im Leben.

 

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Falco, Austro Pop war bei mir Zuhause gern gehört, neben Jazz und Klassik. Ich war elf Jahre alt als ich den ersten Falco Song hörte. Seine Songs rannten auch auf den Partys- Jeanny, Vienna Calling.

 

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Was ich an Falco bewundere ist, dass er die deutsche Sprache, die ja sehr eckig und kantig ist, in den Rhythmus bringt. Das konnte er ausgezeichnet. Das ist auch mein musikalischer Weg.

 

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Ja, Musik kann viel bewirken, wenn sie wirklich berührt. Dann kann es auch ein Nachdenken,Veränderung  geben. Die Welt in Anspruch und Möglichkeit ist ein wichtiges Thema meiner Songs. Eine Reflexion des Lebens und der Zeit. Darin liegt viel Kraft, und auch Hoffnung.

Musik soll zum Nachdenken anregen. Wie wir miteinander umgehen.

 

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Der Gedanke ist ja das Erste was passiert bevor etwas passiert. Zuerst müssen wir nachdenken. Musik ist dafür eine wichtige Brücke, ein Weg zum und am Weg durch das Leben. In meinen Songs „Geradeaus“ und „Ausbruch“ geht es auch wesentlich darum.

Du kannst einen Song über alles schreiben. Es muss ja nicht immer ernst sein.

 

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Meine nächsten Pläne sind eine Band aufzubauen. Im Frühling soll meine erste Single – „Ausbruch“ – herauskommen. Es wird spannend, ich freue mich auf alles Kommende, wir hören uns (lacht).

 

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Bestimmt, liebe Julia Santini, vielen Dank für das Interview und die beeindruckende Performance in Falcos Stammlokal – weiterhin viel Freude und Erfolg!

Herzlichen Dank an die Inhabung und die MitarbeiterInnen des Gasthauses „Zum alten Fassl“   für Ihre freundliche Unterstützung!

Station bei Falco_Julia Santini, Sängerin _ Wien 17.1.2020.

Alle Fotos_Walter Pobaschnig.

 

 

Ein Gedanke zu „„Wien ist eine große Inspiration“ Julia Santini, Sängerin, Station bei Falco, 17.1.2020

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