„Bei sich bleiben, (Selbstironie nicht hintanstellen)“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Ferdinand Schmatz, Schriftsteller _ Wien 28.10.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt

Im Interview _ Ferdinand Schmatz, Schriftsteller _ Wien

Bachmannpreisjuror 1995/96

Lieber Ferdinand, Du warst von 1995 bis 1996 Juror beim Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum. Was sind spontan Deine erste Erinnerungen?

Franzobel und Gundi Feyrer, die ich eingeladen habe, sind mit Preisen versorgt worden

Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Medienspektakel, dennoch hin und wieder Literatur, die Literatur ist, der mediale Raum ist herausfordernd

Wie hast Du als Juror/Jurorin die Lesungen, die Jurydiskussionen, die Preisverleihungen und die Begegnungen rundum erlebt?

Überschätzungen rundum, innerhalb der Lesungen und Diskussionen Respekt, Verantwortung, immerhin

Wie gelingt es Objektivität zu bewahren?

Eigene wertende Automatismen zu relativieren, unvoreingenommenes Umgehen mit dem vorliegenden Text, höchste Maßstäbe anlegen

Wie hat sich diese Funktion auf Deinen weiteren beruflichen Weg ausgewirkt?

Überhaupt nicht

Was braucht der Bachmannpreis für eine zukünftige gute Entwicklung?

Unbestechlichkeit (auf beiden Seiten)

Was möchtest Du aktuellen Juroren:innen, Teilnehmer:innen und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?

Bei sich bleiben, (Selbstironie nicht hintanstellen)

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

Ferdinand Schmatz, Schriftsteller

Zur Person: Ferdinand Schmatz,  schreibt Gedichte, Prosa, Essays und Hörspiele, lebt in Wien. Von 2012 bis 2020  Leitung des Instituts für Sprachkunst an der Angewandten.

(2004 Georg Trakl-, H.C. Artmann-, Ernst Jandl-Preis, u.a.)

Veröffentlichungen – Auswahl:

o auf SÄTZE. Essays zur Poetik, Literatur und Kunst (2016)

o das gehörte feuer. orphische skizzen (prosa gedicht) (2016)

o STRAND DER VERSE LAUF. GEDICHT (2022)

o Schielen ist Erkenntnis. Essays (2026)

Bachmannpreis 2026

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Ingeborg Bachmann Rom 1962

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Wörthersee/Pörtschach

Fotos: Ferdinand Schmatz _ privat

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Fotos: Bachmannpreis/Wörthersee _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 28.6.26

https://literaturoutdoors.com

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