Die Willküren. Sieben Leben für Vera. Andreas Sommer. Roman. Langenmüller Verlag

Der Nachmittag einer Schriftstellerin. Wie die Protagonistin Vera ins Leben rufen? Wo, wann, wie?

„Kaum hatte ich sie erschaffen, entglitt sie mir schon wieder. Dabei hatte ich ihr fürs Erste nur Theresa als Vornamen und drei ihrer Eigenschaften vorgeschlagen: Einfühlsam, lebensklug, dunkelhaarig.“

Nicht zu fassen. Springt ins Leben – nach vor und zurück, raus aus Fesseln und auf zum Horizont, wieder zurück und und… kein Aufgeben und kein Vorankommen…damals, das Zuhause, die Mutter  – Erinnerungen:

„Fliegen wie Bumerangs zu mir zurück und treffen mich. Genau an den Schmerzpunkten. Als ob meine Gedanken eine Kehrtwendung vollzogen haben und nun bei mir einschlagen…“

Und so geht es weiter. Zwischen Schreiben und Vera, die zwischen Stift und Selbständigkeit ihre Bahn in den Orbit von Leben, Leiden und Emanzipation schlägt…in der Intensivstation Existenz…

Andreas Sommer, in der Schweiz und in Frankreich lebender Autor, legt einen experimentellen Roman vor, der in Textmontagen und hintergründigem Wortspiel den individuellen Schreibprozess im spannungsreich tiefgründigen Dialog von Leben und Freiheit setzt. Dabei entsteht eine literarische tour de force, welche das Ringen des Menschen zwischen Wort, Weg, Freiheit in und außerhalb eines Buches beeindruckend wie mitreißend thematisiert.

„Der Nachmittag eines Schriftstellers als begeisternde tour de force zwischen Wort, Weg und Freiheit“

Die Willküren. Sieben Leben für Vera. Andreas Sommer. Roman. Langenmüller Verlag

Gebunden, 280 Seiten

ISBN: 9783784437811

24 EUR

Walter Pobaschnig 9/26

https://literaturoutdoors.com

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