Bachmannpreis 2026 _
Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt _
50 Jahre Bachmannpreis

Nominierteninterview: Gesche Heumann, D
Geboren 1974 in Köln, lebt in Berlin _ eingeladen von Philipp Tingler.

Liebe Gesche, herzliche Gratulation zur Bachmannpreisnominierung! Wie hast Du davon erfahren und was war Deine erste Reaktion?
Per E-Mail, ich habe mich sehr gefreut.
Dein Weg zur Literatur führte über ein Kunststudium und die Tätigkeit als Künstlerin in Düsseldorf, Wien, Berlin.
Was waren Stationen auf Deinem Literatur-Weg und schließlich jetzt zur Bachmannpreisnominierung? Was macht für Dich die Faszination des Schreibens aus?
Wichtige Stationen waren die Tätigkeit für artmagazine.cc. und 2018 die Veröffentlichung meines Romans im Lilienfeld Verlag.
Für die Bewerbung zur Teilnahme am Bachmannpreis habe ich Briefe versendet.
Vermutlich finde ich Schreiben wie Malen wie Bauen wie Essen wie Schlafen beruhigend.
Du lebst in Berlin und bist sehr vielseitig in der Kunst tätig. Wie bringst Du alles unter einen Hut und wo und wie schreibst Du?
Das Beste, was ich von Rüdiger Safranski über Nietzsche gelernt habe, war die Idee von Listen „nach dem Grade der Lust“. Schreiben ist sehr situationselastisch, man braucht nur Stift und Papier, das reicht mir, ich schreibe, wenn es sich nicht um Briefe oder E-Mails handelt, mit der Hand, meistens am Schreibtisch, aber auch sonst überall.
Welche Bedeutung hat der Bachmannpreis heute?
Eine große Bedeutung, oder nicht?
Wie bereitest Du Dich nun auf Klagenfurt vor und was freust Du besonders?
Ich übe flüssiges Vorlesen. Ich freue mich auf meinen Juror und meine Mitstreiterinnen, auch die männlichen.
Vielen Dank für das Interview, viel Freude und Erfolg!

Seit 2023 wird die Bronze-Plastik (2,3 kg) vom Bildhauer Helmut Machhammer den Gewiner:innen des Hauptpreises/Bachmannpreies überreicht.

Bachmannpreis
1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.
Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.
Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.


Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann
Foto: Gesche Heumann _ privat.
Motive: Klagenfurt/Bachmannpreis _ Walter Pobaschnig
Walter Pobaschnig, 28.5.2026