
Zeynep Alan, Schauspielerin_Wien_ acting Malina _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien _
Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 11/23

Pola Polanski, Künstlerin, Schriftstellerin, folgende
100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _
Text&Performance
MALINA_ Akrostichon
Text & Bild _ Pola Polanski, Künstlerin, Schriftstellerin
Performance _ Zeynep Alan, Schauspielerin
Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig




Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien _
Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 11/23
MALINA
Mann Mann Mann wie kann man mit solch einem Nachnamen Frau sein?
Alles, aber auch alles läuft auf eine gewaltige Umwälzung zu.
Liebe, kennen wir dieses Wort überhaupt noch?
Iran – ein Bombardement wackelt durch die Medien der ganzen Welt
Nein, ich will jetzt nicht noch ein Bild malen.
Auszeit, wir brauchen eine Auszeit. Sind wir doch alle nah am Burnout, weil sich alles, alles immer schneller dreht.
Pola Polanski, 2.3.2026





Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien _
Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 11/23
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.
Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.
100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _
Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Zu Person/Werk: Pola Polanski – The dark Side of the World
Zum Projekt: Pola Polanski _ Das Rumoren der Toten

Das Zunehmen von rechtslastigen Politiker:innen auf der Welt, so auch in Deutschland,
hat mich dazu bewogen, an die Geschehnisse und das Grauen im zweiten Weltkriegs zuerinnern. Noch heute rumoren die vielen Toten durch die Zeit. Meine Arbeiten stellen ein Mahnmal dar und appellieren an die künstlerische Freiheit.
Erstens male ich Portraits von Künstlerinnen
und Schrifstellerinnen, die im Nationalsozialismus gelebt haben, in schwarz-weiß
Überlebensgröße (160 x 200 cm groß) Kohle auf Papier. Hier ist das Medium die Message. Kohle deshalb, weil es an die Asche, den Staub, den Ruß der verbrannten Leichen erinnern soll).

Zweitens male ich kleinere Portraits von den Frauen, die vom Nationalsozialismus tangiert worden sind, im Format DIN A 3 in der Technik Tusche auf Papier.
Dritten versuche ich mir in kleinen Zeichnungen (A5) das Unfassbare, das dieser
Krieg angerichtet hat, klarzumachen in der Technik Fineliner in schwarz auf Papier.
So hat die Lyrikern Nelly Sachs zum Beispiel viele ihrer letzten Lebensjahre in Psychiatrien wegen Paranoia vor den Nazis verbracht. Auch das Beispiel der Lyrikerin Gertrud Kolmar ermahnt daran, was im Nationalsozialismus passiert ist. Sie wurde in Auschwitz vergast. Das nationalsozialistische Dritte Reich bedeutete auch Gewalt gegen Frauen, Kinder und Künstler:innen.

Folgende Frauen habe ich bis jetzt portraitiert:
Nelly Sachs, Gertrud Kolmar, Charlotte Salomon, Käthe Kollwitz, Else Lasker-Schüler,
Leonora Carrington, Gerlind Reinshagen, Elsa Morante, Ingeborg Bachmann, Selma Meerbaum, Ilse Aichinger, Elfriede Lohse-Wächtler, Ida Dehmel, Hannah Arendt, Edith Stein, Anna Seghers, Elfriede Jelinek


Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien _
Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 11/23
Fotos/Portrait/Bilder „Das Rumoren der Toten“ : Pola Polanski
Fotos Zeynep Alan: acting Malina _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien _
Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _ Walter Pobaschnig 11/23
Walter Pobaschnig 2.3.2026