Bachmannpreis 2024 _ „Das Schreiben muss mich rühren“ Johanna Sebauer, Schriftstellerin A/D 6.6.2024

Bachmannpreis 2024 _  im Interview:

Johanna Sebauer, Schriftstellerin, Bachmannpreis Nominierung 2024

Liebe Johanna Sebauer, herzliche Gratulation zur Nominierung zum Bachmannpreis! Wie war Deine erste Reaktion darauf und auf was freust Du Dich besonders?

Vielen Dank für die Glückwünsche. Ich war auf der Arbeit, als ich die E-Mail von Klaus Kastberger geöffnet habe. Mein Puls ist mir sofort bis in die Ohren geschnalzt. Dann wollte ich gleich mit irgendjemandem darüber reden, mit meiner Kollegin im Nebenzimmer, aber dann dachte ich: „Moment mal, darf ich das überhaupt? Das ist ja alles noch geheim bis zur offiziellen Pressekonferenz…“

Johanna Sebauer, Schriftstellerin,
Bachmannpreis Nominierung 2024

Welche Bedeutung hat der Bachmannpreis heute?

Außerhalb der Literaturszene wird der Preis, glaube ich, kaum wahrgenommen. Innerhalb der Szene merke ich, dass alle ganz aufgeregt werden, sobald es um den Bachmannpreis geht. Ich bin sehr gespannt, wie die Stimmung vor Ort ist.

Was ist Dir in Deinem Schreiben wichtig?

Das Schreiben muss mich rühren. Dann rührt es im besten Falle hinterher auch den Leser.

Was hast Du mit Ingeborg Bachmann gemeinsam?

Wir haben beide Vorfahren in Heidenreichstein.

Welche drei Dinge kommen unbedingt nach Klagenfurt nicht mit?

Nicht mitkommen sollen meine eigene Unsicherheit, schwere Gedanken und schlechtes Wetter. Mitkommen sollen meine bessere Hälfte, angenehme Gelassenheit und ein Gurkerlglas. Ach ja und Badesachen! Man sagte mir, nach den Lesungen gehen immer alle zusammen an den See. Darauf freu ich mich.

Vielen Dank für das Interview, viel Freude und Erfolg in Klagenfurt!

Zur Person: Johanna Sebauer, A/D

Geboren 1988 in Wien, lebt in Hamburg. Liest auf Einladung von Klaus Kastberger.

Johanna Sebauer veröffentlichte Kurzgeschichten und Essays in verschiedenen Anthologien, bevor sie sich an ihren ersten Roman wagte. Dieser erschien 2023 unter dem Titel „Nincshof“, und handelt von einem Dorf, das vergessen werden möchte. Im echten Leben arbeitet sie in der Wissenschaftskommunikation.

Veröffentlichungen (Auswahl)

„Ein Versuch übers Sowohl-als-auch“, in: Vom Kommen und Gehen. Betrachtungen von Zu- und Weggereisten, Böhlau Verlag (2021)

„Nincshof“, Roman. DuMont (2023)

„Schmetterlinge jagen“, in: Ziegel #18. Hamburger Jahrbuch für Literatur, mairisch Verlag (2023)

https://bachmannpreis.orf.at/stories/3257226/

Präsentation _ Bachmannpreis 2024 _ Tage der deutschsprachigen Literatur _ 26. bis 30. Juni 2024 Klagenfurt

https://bachmannpreis.orf.at/stories/3257422/

v.l. Heimo Strempfl (Robert Musil Literatur-Museum), Bettina Kugi (BKS Bank), Klaus Wachschütz (Technischer Leiter ORF Kärnten & Regisseur Ingeborg-Bachmann-Preis), Ursula Schirlbauer (ORF/3sat), Horst L. Ebner (Koordinator „Tage der deutschsprachigen Literatur), Karin Bernhard (ORF Landesdirektorin), Christian Scheider (Bürgermeister der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee), Reinhard Draxler (Kelag), Inga Horny (Stadtmarketing Klagenfurt)

Nominierte:

Kaska Bryla, A/POL

Semi Eschmamp, CH

Ulrike Haidacher, A

Jurczok, CH

Christine Koschmieder, D

Miedya Mahmod, D

Sarah Elena Müller, CH

Denis Pfabe, D

Johanna Sebauer, A/D

Tijan Sila, D/BIH

Tamara Stajner, A/SLO

Sophie Stein, D

Henrik Szanto, D/FIN/UK

Olivia Wenzel, D

Infos zum Bachmannpreis 2024_

https://bachmannpreis.orf.at/

Fotos_ 1 Birte Filmer; 2 Johannes Puch/Bachmannpreis 2024

Walter Pobaschnig  6/24

https://literaturoutdoors.com

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