„Maschinen wie ich“ Ian McEwan, Roman. Neuerscheinung Diogenes Verlag.

 

 

Charly ist 32 Jahre alt und sein Leben stellt sich gerade auf den Kopf. Seine Mutter ist verstorben und dies stellt ihn vor neue persönliche Herausforderungen wie auch Aktivitäten. Für Trauer bleibt ihm jetzt nicht viel Zeit, da er zunächst das Einfamilienhaus verkaufen muss, das ihm zu groß und auch zu anstrengend ist. Es ist nicht sein Interesse houskeeper zu sein oder zu werden. Es ist jedoch ein günstiger Zeitpunkt für den Verkauf, Bauland ist sehr gefragt und jetzt steht Charlie vor den Möglichkeiten an modernster Innovation der Zeit teilzuhaben. Und das ist die Technik, genauer – ein Roboter!

Gesagt, getan, gekauft – „Vor uns saß das ultimative Spielzeug, der wahrgewordene Traum vieler Jahrhunderte…Unfassbar aufregend, aber auch frustierend…“.  Seine zehn Jahre Jüngere Freundin, Mirinda, findet den neuen Hausgast auch interessant. Sein Name ist schnell gefunden – Adam, der erste Roboter. Und Charly durfte ja auch programmierend miterschaffen. Eigenschaften waren auszuwählen – „offenherzig, schüchtern, energisch, tapfer…“.  Und jetzt ist Adam hier. Nackt und präsent. Und für Charly und Miranda beginnt eine ganz neue Zeit, die sie vor ungeahnte persönliche Erfahrungen, Fragen und Herausforderungen stellen wird…

Der britische Schriftsteller Ian McEwan, der 1998 mit dem Booker Preis und 1999 mit dem Shakespeare Preis der Alfred_Toepfer-Stiftung ausgezeichnet wurde, nimmt mit seinem neuen Roman wesentliche philosophische Fragen in Menschenbild, Ethik und auch Religion auf, die sich im Zusammenhang moderner Technologien und deren Anwendungsbereiche in der Gegenwart zunehmend stellen. Der Autor verpackt dies in eine mitreißend humorvolle Geschichte einer Partnerschaft, in der Mann und Frau ihr Selbstverständnis im Leben „zu dritt“ völlig neu reflektieren und ordnen müssen. Es ist ein direkter, sehr pointierter Sprachstil, der Leserin und Leser von Beginn an anspricht und gespannt bis zum großen Finale folgen lässt.

„Ein großartiger Roman in Stil und Spannung wie  im Anspruch von Frage und Reflexion zu Mensch, Technik und Zukunft.“

„Maschinen wie ich“ Ian McEwan, Roman. Neuerscheinung Diogenes Verlag.

Walter Pobaschnig 7_19

https:literaturoutdoors.com

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