„Klagenfurt 1518 – Eine Stadt im Aufbruch“ Werner Drobesch/Wilhelm Wadl (Hgg.). Neuerscheinung Verlag des Geschichtsvereins für Kärnten.

 

„Klagenfurt 1518 – Eine Stadt im Aufbruch“ Werner Drobesch/Wilhelm Wadl (Hgg.). Neuerscheinung Verlag des Geschichtsvereins für Kärnten.

Klagenfurt stand 2018 im Zeichen eines besonderen Stadtjubiläums. Vor 500 Jahren kam es zur Schenkung der Stadt von Kaiser Maximilian I an die Landstände und damit auch zu einem vielschichtigen Aufbruch in Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Religion. Ein landesgeschichtliches Ereignis, das auch an einer weltgeschichtlichen Epochenwende in den geistesgeschichtlichen Kontexten des Humanismus und der Reformation steht. So wird eine Stadt zum Beispiel und Experiment eines vielschichtigen Aufbruches eines Kontinentes, in dem Bildung, Emanzipation und Vision Raum greifen. Eine Zeit, die auch über Jahrhunderte hinweg interessant wie inspirativ bleibt und deren traditionsgeschichtliche Spuren bis heute eine Stadt prägen und zu Aufmerksamkeit einladen.

Der vorliegende Sammelband historischer Studien und Perspektiven geht auf ein diesjähriges wissenschaftliches Symposium an der Alpen Adria Universität Klagenfurt zurück, welches wesentlich von der Stadt Klagenfurt ermöglicht und von Geschichtsverein und Landesarchiv Kärnten betreut und begleitet wurde und schließlich in der vorliegenden Publikation ediert wird.

In vier Überblickskapitel – Kaiser Maximilian I, Landstände, Städte, Klagenfurt – werden wesentliche politische, gesellschafts- und kulturhistorische Voraussetzungen und Gegebenheiten des beginnenden 16.Jahrhundert dargestellt und in den Kontext der weiteren Stadtentwicklung gestellt. Hervorzuheben ist dabei der multiperspektivische wie unmittelbar stadt- und landesübergreifende Ansatz, der immer österreichische wie europäische Politik- wie Kulturgeschichte mit im Blick hat.

Besondere Beachtung findet auch die Perspektive Klagenfurts als Stadt des Humanismus und der Reformation. Die Bedeutung Klagenfurts ist in diesem Zusammenhang eine sehr wesentliche und erstaunliche, deren historische Spuren auch in der Gegenwart viel erzählen.

„Eine wissenschaftliche wie inspirative Zeitreise in ein besonderes Jubiläumsjahr einer Stadt und deren Gesellschaft in Aufbruch und Vision“

 

Walter Pobaschnig, Wien 12_2018

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