„Musik lässt ein Stück näher aneinander rücken“ Akkordeon Angelina, Musikerin _ Linz 30.1.2026

Liebe Akkordeon Angelina, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus

Ich arbeite als Teilzeitkraft im Museum, um meine Fixkosten decken zu können. Die Musik strukturiert meinen Tagesablauf. Ich darf mich praktisch ständig auf kommende Engagements vorbereiten. Jeden Tag versuche ich mein Übungs-Level von mehreren Stunden einzuhalten, was mir auch meistens gelingt. Einerseits übe ich am Instrument fünf Tage die Woche jeweils höchstens zwei Stunden, andererseits verbringe ich viel Zeit mit dem Studium von Noten. Wenn ich nicht am Instrument übe, studiere ich Musik mental. Zudem lebe ich am elterlichen Bio-Bauernhof und habe eine mir liebgewonnene Katze als Haustier, die mir sehr viel Freude bereitet.

Akkordeon Angelina, Musikerin, Malerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Wichtig in Zeiten vieler schlechter Nachrichten aus aller Welt, ist es, ein Maß an Lebensfreude aufrecht zu erhalten und Musik ist für viele Menschen ein ganz wesentlicher Teil davon. Die Liebe zur Musik ist nicht nur mir wichtig, sondern vielen anderen Menschen auch.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Wir können das Aufbrechen von festgefahrenen Strukturen überall in der Welt beobachten. Kunst, und ganz besonders Musik, hat für die Menschen eine verbindende Wirkung und lässt sie ein Stück näher aneinander rücken. Ich freue mich als Akkordeonistin, meinen Beitrag zu dieser Verbindung zwischen den Menschen leisten zu können. Ich bereite gerne anderen Menschen eine Freude. Musik ist eine Kraftquelle für uns alle.

Was liest Du derzeit?

Ich lese momentan kein bestimmtes Buch, sondern vielmehr Ausstellungstexte in der Arbeit, und zuhause am Abend vorm Schlafengehen sehr gerne Bibel-Stellen.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“  Antoine de Saint-Exupéry aus „Der kleine Prinz“

Das ist ein Lebens-Motto, das auch meiner Erfahrung entspricht, denn ich lasse mich sehr oft vom Herzen leiten.

Vielen Dank für das Interview!

Akkordeon Angelina, Musikerin, Malerin

Vielen Dank für das Interview, liebe Akkordeon Angelina, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musik- Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen: Akkordeon Angelina, Musikerin, Malerin

Zur Person/über mich: Akkordeon Angelina entstammt einer Bio-Bauernfamilie in Steyregg bei Linz. Bereits im zarten Alter von acht Jahren entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Akkordeon. Sie ist Absolventin der Anton-Bruckner-Privatuniversität.

Ihre bedeutendsten Engagements mit ihrem roten Borsini-Akkordeon:

Akkordeonistin bei der Nestroy-Produktion „Der Färber und sein Zwillingsbruder“ im Volkstheater Wien in der Spielzeit 2011/12.

Gastmusikerin bei der Operetten-Produktion „Pariser Leben“ von Jacques Offenbach am Landestheater Linz in der Spielzeit 2012/13.

Musikalischer Rahmen des Festakts „25 Jahre Stifterhaus neu“ im Juni 2018.

Seit ihren Schultagen am Adalbert-Stifter-Musikgymnasium musiziert sie gemeinsam mit Gerald Bok im Duo – seit kurzem unter dem Namen „AccoRougePink“. Zusammen haben sie bereits bei vielen Konzerten und Feierlichkeiten musiziert.

Neben der Bühne teilt Akkordeon Angelina ihre Musik auch auf ihrem YouTube-Kanal, wo sie regelmäßig neue Interpretationen auf ihrem Borsini- oder Pigini-Akkordeon präsentiert – stets mit einem Hauch persönlicher Leidenschaft und künstlerischer Neugier.

Auch die Malerei begleitet sie seit ihrer Kindheit – als stiller Gegenpol zur Musik, als farbenfrohes Echo ihrer kreativen Seele.

Homepage: https://www.akkordeon-angelina.at/

Fotos: privat

29.1.2026_Interview_Walter Pobaschnig

https://literaturoutdoors.com

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