„Frieden“ Hermann Trox, Schriftsteller _ Bottrop/D 22.7.2024

Lieber Hermann Trox, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Da wir, meine Frau und ich Rentner sind, haben wir nicht viel Abwechslung und so habe ich viel Zeit zum Schreiben.

Hermann Trox, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Hm! Für uns alle! Wenn es die ganze Welt bedeuten soll, gibt es ja nur eines, den Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Da wir alle unterschiedlich sind, kann ich das Wesentliche nicht beantworten!

Das Befrieden der „Seele/n“ (Hirn?)!

Was liest Du derzeit?

Das Rad der Zeit. Gedichte der alten Meister!

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Jeder so, wie er mag.“

Vielen Dank für das Interview, lieber Hermann, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Hermann Trox, Schriftsteller

Zur Person: Hermann Trox, geb. 22.7.1945 als Sohn eines Bergmanns, welcher wiederum der Sohn eines Bergmannes war. Meine Schulbildung war mit der 8. Klasse der Volksschule eigentlich abgeschlossen. 1974 zwei Jahre Umschulung zum Elektrofacharbeiter, Prüfung vor der Industrie und Handelskammer Münster. Verheiratet seit 1976, ein Sohn erblickte 1977 das Licht der Welt. Mein Schicksalsjahrzehnt waren die 90er des vorigen Jahrhunderts. Meine Frau „Elke“ wurde Pflegebedürftig. Etwas später wurde mein Sohn „Torsten“ an beiden Hüften operiert. Ab 1995 kümmerte ich mich um meine kleine Familie. Eine kleine Berufsunfähigkeitsrente und Tageszeitung austragen (Fahrrad) des Nachts, ermöglichte es mir. Seit 2008 sammle ich meine Kurzgeschichten und Gedichte. Heute bin ich Altersrentner und lebe mit meiner Frau zusammen.

Text von Hermann Trox: Platzl in der Lobau

„Drunt` in der Lobau, wenn ich das Platzl nur wüsst…!“ 

Das ist das Dumme an diesen Plätzen, welche so versteckt und vor allen Dingen so weit weg sind. Wie komm´ ich dahin? Finde ich auch das was ich suche? Nun, was suche ich überhaupt? Bin ich melancholisch, traurig oder wütend, wenn ich sage, das Leben? Am „Fastende“ meines Lebens? (Na ja, ich hoffe, dass ich noch einige Jährchen habe!) Hatte ich nicht genug in mein Leben? Nein! Es ist, in meinem Sinn, zu kurz für ein normales Dasein und zu lang um die Widrigkeiten des Lebens mit Gleichmut zu ertragen. Deswegen suche ich einen Platz auf dem man die Stimme erheben und seinen Frust loswerden kann. Nützen wird es mir nichts, das weiß ich ja, aber wenn ich diesen fast mystischen Platz kennen würde, ja dann…! Was dann? Kommt jemand um mich zu trösten? Oder mir die Lebenszeit oder -kraft zu schenken welche ich, vielleicht, nicht hatte? Nehmen wir an, SO EINER käme wirklich an diesem Platz, braucht ja nicht in der Lobau zu sein, obwohl…! Käme also SO EINER, gäbe mir recht und gäbe mir diese Jahre zusätzlich, hängt sie mir sozusagen dran… Würde ich sie nehmen wollen? Einfach anhängen lassen? Was hätte ich dann von diesen, mir zustehenden extra Jahren? Mit einem ausgelaugten Körper und einem unzufriedenen Geist, welcher immer mehr in der Vergangenheit lebt und dann, vor lauter Frust, sich verweigert? Empört würde ich DEMJENIGEN die Schenkung virtuell vor seinen vielleicht nicht vorhandenen Füßen werfen. Einen Ersatz würde ich haben wollen, nicht nur einige schmerz- und leidvolle zusätzliche Jahre. Einen Ersatz, welcher mich in jeglicher Hinsicht zufrieden stellt. Ein neues, volles Leben also! Mit Garantie auf Zufriedenheit!

Ich werde mich also auf die Suche begeben, wo dieser Platz sein könnte. Virtuell natürlich! Im Geist also würde ich mich, nach erfolgreicher Suche, dorthin begeben.  Zuerst aber würde ich das Platzl in der Lobau suchen wollen, möchtest du mir helfen bei meiner Suche?

H.Trox 7/24

Aktuelles Buch von Hermann Trox:

Foto Portrait_ Frank Gebauer.

Walter Pobaschnig _ 15.7.2024

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