Lieber Thomas Toppler, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Aufwachen – Handy zücken und Katzenvideos anschauen – Frühstück – Leute treffen oder Büroarbeit oder Schlagzeug üben – Mittagessen – Kurzer, ausgedehnter Schlaf – Büro oder Leute treffen – Abendessen – Lesen oder Theaterbesuch oder Fußball schauen – Katzenvideos – schlafen.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Emphatisches aufeinander aufpassen! Das sollte aber nicht ein Zeitgeist sein sonder wie 3x täglich Zähneputzen. Ich putz nur 2x, verwende aber Zahnseide, wegen den kleinen, brauen, unerwünschten Stücken, die sich verstecken und später an die Oberfläche kommen um für mehr Schaden zu sorgen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Der Kunst die Freiheit. Wir KünstlerInnen können wirtschaftlich spärlich davon leben, lasst uns doch die Freiheit uns ausdrücken zu dürfen. Da mein ich vor allem die gesellschaftliche, die erfundene Moral von Heute.
Was liest Du derzeit?
Der Ernährungskompass von Bas Kast
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Verzichtet auf industriellen Zucker! Der ist nicht gut.“ Bas Kast
Vielen Dank für das Interview, lieber Thomas, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Schauspiel-, Musik-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
Sehr gerne!!!
5 Fragen an Künstler*innen:
Thomas Toppler, Regisseur, Schauspieler, Musiker
Zur Person _ Thomas Toppler, Regisseur, Schauspieler, Musiker.
Geboren 1985, aufgewachsen in Mürzzuschlag
Musikgymnasium Oberschützen, Studium „Schlagwerg Klassik“ an der Kunst Uni Graz / Expositur Oberschützen, Masterabschluß 2010
2010 – 2012 Internationale Schauspielschule „Ècole Philipp Gaulier“
2012 Mitbegründer der Bouffontheatergruppe „Ship of Fools“ in London, UK – seitdem als Regisseur tätig, zahlreiche Aufführung in ganz Großbritannien
2013 Mitbegründer des Ensembles „The Erlkings“.
Konzerte im Wiener Konzerthaus, Konzerthaus Berlin, Schubertiade Hohenems, Wigmore Hall, Schleswig Holstein Musik Festival, Ludwigsburger Schloßfestspiele, etc.
Unterrichtstätigkeit an der Musikuniversität MDW Wien im Fach Bühnenpräsenz
Weiters: Allegro Vivo, Internationalen Sommerakademie Reichenau, European Chambers Music Academy, Gründerzentrum der WU im Bereich Pitching, Schule des Theaters, VETA
Regiearbeiten seit 2014: Ship Of Fools theatre Company, Da Blechhauf’n, Mozartfest 2019, Werbespots für Die Gruft (Caritas Wien) und dem Neunerhaus Wien, Liedfestival Sindelfingen, etc.
Gewinner des Nestroypreis 2022 in der Kategorie „Best Off Produktion“ mit „Ein bescheidenerer Vorschlag“ (Idee, Konzept, Text, Regie und Schauspiel) in Kooperation mit dem TAG Theater Wien.

https://www.nestroypreis.at/show_content2.php?s2id=487
https://www.thomastoppler.com/
Foto Portrait_Theresa Pewal; Foto „Ein bescheidenerer Vorschlag“ Nestroy 2022 _ Stefan Panfili
Walter Pobaschnig _ 9.11.2023